Kurzportrait des Unternehmens
Die Österreichische Elektrizitätswirtschafts-Aktiengesellschaft (Verbund)
wurde 1947 mit dem 2. Verstaatlichungsgesetz gegründet mit dem Ziel,
die Entwicklung des Stromverbrauchs festzustellen, mit Hilfe von Sondergesellschaften Kraftwerke
zu errichten und zu betreiben, das überregionale Hochspannungsnetz zu errichten und den
Stromhandel mit dem Ausland abzuwickeln. Diese Aufgabe hat der Verbund in den folgenden Jahrzehnten höchst erfolgreich bewältigt.
1988 wurde das Unternehmen teilprivatisiert und steht seither zu 49 %
im Besitz institutioneller Anleger bzw. im privaten Streubesitz (rd. 50.000 inländische und 20.000
ausländische Anleger). Die Republik Österreich hält weiterhin 51 %.
1995 läutete die EU-Mitgliedschaft Österreichs eine neue Ära auch für den Verbund ein. Er nutzte die sich daraus
ergebenden Chancen, restrukturierte sich zu einem modernen Konzern und internationalisierte sein Geschäft.
Schon vor der Total-Öffnung des österreichischen Strommarkts im Jahr 2001 war der Verbund fit für den Wettbewerb
in Europa. Seit der Jahrtausendwende befindet sich der Konzern auf Erfolgskurs. Binnen weniger Jahre verdoppelte der Verbund
den Stromabsatz und die Umsatzerlöse. Seit Mitte 2005 ist der Verbund auch in Österreichs Endkundenmarkt höchst
aktiv und hat bisher mehr als 190.000 Kunden gewonnen.
Europas seit Mitte 2007 völlig offener Strommarkt bietet enorme Chancen – mit nahezu einer halben Milliarde Verbrauchern,
darunter mehr als 20 Millionen Geschäftskunden. Zwei Drittel seines Umsatzes erwirtschaftet der Verbund heute außerhalb
Österreichs, überwiegend in Deutschland und Frankreich. Der Konzern unterhält Geschäftsbeziehungen in mehr
als 20 Ländern und verfügt über 13 Niederlassungen bzw. Joint-Ventures in Europa sowie ein weiteres in der Türkei.
Fast 90 % des Verbund-Stroms in Österreich stammen aus Wasserkraft. An deren stärkerer Nutzung arbeitet der Verbund intensiv.
Zu den größten Verbund-Investitionen zählt das Pumpspeicher-Kraftwerk Limberg II in Kaprun. Ab 2012 wird die um 365 Mio. Euro
komplett unterirdisch errichtete Anlage Österreichs Versorgung mit Spitzenstrom deutlich verbessern.
Ganz ohne fossile Energieträger lässt sich Österreichs Stromversorgung mittelfristig nicht sichern. Deshalb errichtet der Verbund
um 550 Mio. Euro in Mellach bei Graz ein neues Erdgas-Kraftwerk, das lediglich den halben CO2-Ausstoß eines gleich starken
Kohlekraftwerks aufweist.
Der Verbund forciert aber auch sein Engagement bei anderen erneuerbaren Energieträgern: So wurden Ende 2008 drei Windparks in
Niederösterreich erworben.
In den vergangenen Jahren konnte der Verbund vor allem zwei Positionen festigen: Österreichs führendes Elektrizitätsunternehmen
und einer der führenden Wasserkraft-Konzerne Europas.