Stärken und Schwächen der Wasserkraft

Ökonomische Stärken

Keine Brennstoffkosten
Keine Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten
Wirtschaftliche Speicherung und bedarfsgerechte Bereitstellung von elektrischer Energie
Schnelles Anfahren und Abstellen, damit besondere Eignung zur Netzregelung
Dezentrale Einheiten, damit geringere Stromtransportkosten
Gute Verfügbarkeit und Vorhersehbarkeit
Hohe Lebensdauer einer Anlage
Einfache und bewährte Technologie
Niedrige Betriebskosten
Mehrfachnutzen der Anlagen (Schifffahrt, Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung, Tourismus, Fischzucht)
Erneuerbare Energie

Ökonomische Schwächen

Anlagenerrichtung ist Kapitalintensiv
Langfristige Investitions- und Planungssicherheit ist erforderlich
Die Vollkosten neuer Anlagen liegen über derzeitigem Marktpreis, lange Amortisationsdauer
Gefahr zusätzlicher Auflagen während des Betriebes und bei Konzessionsablauf
Abhängigkeit von der Wasserführung

Ökologische Stärken

Kein CO2-Ausstoß
Ausbau der Wasserkraft ermöglicht die Schaffung von Landschafts- und Naturgebieten, neue Lebensräume
Keine Anwärmebelastung
Größter Erntefaktor aller Energieformen (1 Einheit zum Bau und Betrieb eingesetzte Energie bringt 250 Einheiten Strom)
Verbesserung der Struktur und Artenzusammensetzung der Flora und Fauna (des Gewässers und der Uferzonen) möglich

Ökologische Schwächen

Restwasser- und Schwallschutzproblematik bei gewissen Anlagen
Störung des Geschiebehaushalts und damit Sediments- und Erosionsprobleme
Behinderung der ökologischen Durchgängigkeit
Veränderung in Abflussdynamik, Fließcharakteristik
Beeinträchtigung der Struktur- und Artenzusammensetzung (Gewässer und Uferzonen) möglich

Soziale Stärken

Hochwasserschutz
Freizeit, Tourismus, Erholung
Arbeitsplätze in strukturschwachen Gebieten
Erschließung strukturschwacher Gebiete
Bereicherung des Landschaftsbildes möglich

Soziale Schwächen

Beeinträchtigung des Landschaftsbildes (z.B. Dämme) möglich
Landverbrauch, Umsiedlung möglich



©   Lh,  Version 3.0   Juni 2008